Durch besondere Umstände hatte Dani kurzfristig etwas in Rom zu erledigen und danach ein wenig Zeit zur Verfügung und da ich im Moment nichts besseres zu tun habe, hab ich mich einfach angehängt und bin ihr nach Rom nachgefahren.
Ich bin mit dem Zug von Schladming nach Villach gefahren und von dort mit dem Nachtzug nach Rom weitergefahren. Im Zug musste ich eine polnische Familie wecken um an meinen Platz zu kommen. Mir hat dies sehr leid getan aber leider war kein anderer Platz mehr frei und ich hatte eine Platzkarte für diesen Platz.
Tag 1
Der Zug ist am Freitag-Morgen in Rom Termini angekommen, wo mir gleich eine Karte von Rom besorgt habe. Nachdem Dani am Vormittag noch einige Dinge zu erledigen hatte, habe ich mir zuerst mal ein paar kleinere Sehenswürdigkeiten von Rom angesehen. Als erstes bin ich auf den Piazza Vittorio, wo sich eine sehr nette Ruine befindet und vor allem ein kleiner feiner Park. Dort habe ich auch mal eine Weile gedöst um mich ein wenig von der Zugfahrt zu erholen.
Von dort bin ich auf die Piazza Maria Maggiore auf dem sich eine nette Säule und die Santa Maria Maggiore befindet, das ist, wie soll es in Rom anders sein, eine Kirche. In diese bin ich auch hineingegangen und sie war schon mal sehr beeindruckend. Verzierungen und Vergoldungen überall und man hat schon mal einen Eindruck bekommen was einen in Rom noch so alles erwartet, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt gedacht habe “Wow, das muss schon eine der schöneren Kirchen Roms sein!”. Ich wurde eines besseren belehrt.
Nach dieser Kirche bin ich in den Nordwestlichen Teil Roms wo sich weniger bekannte Sehenswürdigkeiten befinden. Dort befindet sich auch die Universita di Roma “La Sapienza”, durch die ich, als Student natürlich geschlendert bin. Wenn dort niemand zum studieren kommt ist es absolut verständlich, ich würde dort eher Urlaub machen.
Nach diesem Ausflug in das italienische Bildungssystem besuchte ich die Villa Torlonia. Dabei handelt es sich um einen Park mit einigen sehr netten Tempelruinen und einem sehr schönen Obelisken. Die Villa diente Benito Mussolini eine Zeit lang als Privatresidenz. Leider wird der Park gerade renoviert und frisch hergerichtet, weshalb das meiste abgesperrt und eingezäunt war. Es scheint aber sehr nett zu werden.
Im Anschluss bin ich noch in den Park der Villa Paganini. Das ist eine nette Parkanlage mit schönen Wasseranlagen.
Von dort bin ich weiter zur Villa Albani. Ich weiss nicht, ob ich von der falschen Seite gekommen bin, aber von dort war es einfach nur eine renovierungsbedürftige Bausubstanz, die aber sicher sehr schön hergerichtet werden könnte.
Als nächste Station bin ich in den Park am Pincio, einem der sieben Hügeln Roms. Der Park ist einfach nur riesig und dort befindet sich auch der Zoo, die Galleria Borghese und einiges was halt zu einem Park gehört. Nach einem kurzen Abstecher auf den Piazza del Popolo, mit seinem von drei Kirchen flankierten Obelisken in der Mitte, haben wir uns auch in diesem Park getroffen. Der Piazza del Popolo war übrigens auch ein Schauplatz in Roman “Illuminati” von Dan Brown.
Gemeinsam sind wir dann mit dem Bus auf den Piazza Venezia und dem Monumento Nazionale a Vittorio Emmanuele II. Dieses Monument ist wohl eines der beeindruckensten Bauwerke Roms und erhebt sich imposant über den Piazza und die Dächer Roms.
Vorbei am Forio di Traiano und dem Foro Romano sind wir als nächste Station zum und in das Colosseo gegangen. Das Koloseum ist wirklich sehr beeindruckend und wir haben uns dort die brutalen und grauenhaften Szenen vorgestellt, die sich dort abgespielt haben müssen. Vom Koloseum hat man auch einen wunderbaren Blick auf das Forum Romano, den und auf das Palatino, wo wir auch als nächstes hingegangen sind.
Nach dem Besuch der Ruinen im Foro Romano und dem Palatino haben wir den ersten Tag mit einem guten italienischen Essen und Wein beendet.
Tag 2
Am Beginn des zweiten Tages haben wir uns gleich Citta del Vaticano bzw. das Musei Vaticani ausgesucht. Nachdem wir uns für ca. 1h in einer endlosen Schlange, die uns ewig entlang der Stadtmauern herumgeführt hat sind wir durch das vatikanische Museum geschoben worden um schließlich durch die Sixtinische Kapelle wieder ins Freie gespuckt zu werden. Das Museum war auf jeden Fall sehr beeindruckend, man kann dort die Schätze des Christentums erahnen. Die vielen Leute in Verbindung mit dem riesigen Gebäude und den langen Gängen lässt aber durchaus einen Vergleich mit einem Kreuzweg zu. Trotzdem waren wir froh es gemacht zu haben und die Deckenfresken überall und vorallem in der Sixtinischen Kapelle sind wirklich der Hammer.
Nächste Station war natürlich der Piazza del Pietro und San Pietro selbst. Sehr beeindruckend war die Möglichkeit direkt unter die Kuppel des Petersdom zu gehen und im Gang in der Kuppel auf diese zu gehen. Vom Petersdom war der Blick über Rom und die vatikanische Stadt und Gartenanlagen ein Traum und wir haben ihn einige Zeit genossen.
Nach diesem anstrengenden Besuch des Vatikan sind wir vorbei am Castel San Angelo, dem Pantheon dem Parlament auf die Piazza di Spagnia mit der spanischen Treppe gegangen.
Die spanische Treppe bot einen wunderbaren Blick auf die belebte Einkaufstraße und den Piazza.
Auf dem Weg zum Piazza di Spagnia hat Dani’s geschultes Auge ein nettes Weinlokal ausfindig gemacht, wo wir den 2. Tag bei einer Flasche sizilianischem Wein ausklingen ließen.
Tag 3
Am Sonntag sind wir eigentlich vom Hotel gleich zum Flughafen, von wo Dani dann nach Frankfurt und gleich weiter nach Shanghai geflogen ist. An dieser Stelle wünsche ich dir alles Gute für die nächsten Monate und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen im Jänner, Februar oder wann auch immer!
Ich bin dann wieder mit dem Zug zurück nach Rom und hab mir noch ein paar Dinge angesehen, die wir gemeinsam nicht mehr geschafft haben. Zuerst bin vorbei am Piazza del Quirinale zur Fontana di Trevi. Dort hab ich mal schnell eine Münze über die Schulter in den Brunnen geworfen und mich die Touristenmassen zur spanischen Treppe gekämpft. Von dort bin ich zur Villa Medici und in den dazugehörenden Park.
Im Park hab ich mir überlegt was ich noch ansehen könnte und beschlossen einfach dort zu bleiben und mir den Nachmittag mit dem mitgenommenen Hörbuch “Illuminati” von Dan Brown zu vertreiben. Ich muss sagen, dass dies irgendwie eine coole Idee war. Mitten in Rom der Geschichte von Robert Langdon zu lauschen und die Tage davor die Schauplätze selbst besucht zu haben hat schon was.
Bevor ich mit dem Zug wieder nach Hause bin, hab ich mir noch mal ein italienisches Essen gegönnt, um danach in einem Abteil mit 4 Chinesen und einer amerikanischen Studentin mit dem Nachtzug wieder nach Hause zu fahren. Die Fahrt war eigentlich recht kurzweilig. Bevor die Nacht die Landschaft in Dunkelheit gehüllt hat, konnte ich noch die italienische Landschaft geniessen, nebenbei habe ich mit den sehr netten Chinesen und der Amerikanerin unterhalten.
Um 4:15 bin ich dann in Villach angekommen, wo ich dann eine Weile durch meine alte Heimat geschlendert bin, mir eine aktuelle Zeitung besorgt habe und mir im Wettkaffee am Bahnhof ein Frühstück gegönnt habe und mich über die aktuellen Weltgeschehnisse informiert habe. Danach ging es wieder zurück nach Hause.
Die Reise war wirklich super und ich bin sehr froh, dass sich so eine günstige Gelegenheit ergeben hat und ich mich Dani anhängen konnte. Man sieht hier wieder, dass man die Gelegenheiten einfach nutzen muss, manche Dinge gehen so einfach wenn man nur bereit ist sie zu machen. Rom hat mich schwer beeindruckt und es war eine rundum gelungene Reise.