
Hier mal ein kleiner Bericht zu meiner ersten Arbeitswoche, wie es mir dabei so gegangen ist. Außerdem noch ein kleiner Abriss unserer Erlebnisse und den Geschichten die Hamburg so schreibt. Man kann hier wirklich nichtsahnend in die Stadt fahren um einfach noch ein paar Dinge für die Wohnung zu kaufen, auf einmal findet man sich ganz wo anders und am Abend zurück in der Wohnung, kommt man drauf, dass man nichts eingekauft hat…
Arbeit
Wie die meisten ja wissen, hab ich am Dienstag mit meiner Arbeit bei der Cimt begonnen. Zur Erklärung, das ist ein IT-Consulting Unternehmen mit Sitz in Hamburg und weiteren Niederlassungen in Deutschland und einer in den USA. Die Berater sind aber soundso mehr vor Ort bei den Kunden als im Büro.
Dienstag wurde ich erst mal ganz nett in Empfang genommen, mir wurden die Kollegen und die Räumlichkeiten gezeigt (Namen hab ich mir natürlich noch fast gar keine gemerkt!), im Anschluss wurde ich von einem der Chefs begrüßt der auch zuständig für meinen Bereich SAP ist. Er hat mir nochmal alles erklärt, wie das Unternehmen positioniert ist, was sie machen, usw.
Danach hab ich meinen PC bekommen, Zugang zum System und mal damit begonnen eine Performance-Analyse eines Kundenprojektes zu lesen. Danach hab ich mich in unzählige SAP, ABAP (Programmiersprache für das SAP-System) und sonstigem gelesen, was ziemlich heftig war.
Am Mittwoch hab ich dann von einem Kollegen eine kleine ABAP-Einschulung bekommen und danach mein erstes kleines Programm damit geschrieben. Donnerstag und Freitag hab ich dann mit meinem Betreuer das weitere Vorgehen besprochen und sind auch auf eine ganz gute Lösung gekommen, die für den Einstieg in mein Thema ganz gut klingt.
Wetter
Das Wetter ist ja soundso der Hammer. Es passiert einem relativ oft, dass man bei Sonnenschein mit Sonnenbrille in ein Geschäft geht und wenn man wieder herauskommt, fällt quasi die ganze Wolke auf einmal runter und fünf Minuten danach hat man wieder die Sonnenbrille auf. Um dieser Situation Herr zu werden, hab ich mir mittlerweile einen Knirps gekauft den ich immer in meiner Tasche habe. Am Freitag war ich auch schon der Master damit, als mir genau so was passiert ist. *g* Was ich wieder weniger bedacht habe ist, dass der Wasserstand auf der Straße dann ca. 3 cm beträgt weil die Abflüsse natürlich nicht mehr nachkommen.

Essen
Mittagspausen hab ich bis jetzt erst zwei gemacht aber die Möglichkeiten sind in der Gegend wo ich arbeite wirklich fast unbegrenzt. Was mir aber schon mal sehr gefallen hat, ist die Suppenbar. Dort kann man aus ca. 8 verschiedenen Suppen aus allen Teilen der Welt wählen und bekommt dann eine wirklich große Schüssel, wirklich lecker.
Dann waren wir noch bei etwas sehr deutschem, nämlich einem Currystand. Eher ungesund aber auch nicht schlecht. Mal sehen, was sonst noch so zu finden ist.
Anekdoten
Hamburg ist eine Stadt die einem jeden Tag eine neue überraschung bieten kann.
Heute sind wir, wie angesprochen, nichtsahnend in die Stadt gefahren um noch ein paar Dinge für die Wohnung zu besorgen. Schon im Ausgangsbereich von der U-Bahn/Hochbahn haben wir uns ein wenig über die vielen Leute gewundert, ist aber ja auch Samstag. Wir sind dann die Stiege an die Oberfläche und finden uns auf einen Schlag mitten in einer riesen Menschenmasse. Norbert und ich haben uns mal groß angesehen und ganz verwundert nach dem Grund für den Auflauf gesucht. Dieser hat sich dann auch recht schnell gefunden, wir sind nämlich in eine politische Parade für die Toleranz gegenüber Lesben, Schwulen, Transen und was es da halt noch so gibt, gekommen. Die Parade war wirklich super, eigentlich genau wie man die von irgendwelchen Nachrichten kennt, verkleidete Männer, Frauen und dem Zustand dazwischen, laute Musik, lustige Parolen, Plakate, usw. Das ganze war wirklich genial und super anzusehen, was wir auch einige Zeit gemacht haben.
Mülleimer
Wirklich super sind auch die Mülleimer hier. Hamburg ist eine sehr saubere Stadt wozu auch sicher die zahlreichen Mülleimer hier beitragen. Damit man sie auch nicht übersieht sind sie auch noch mit Sprüchen wie “Ich mache schmutzige Geschäfte” oder “Kleinste Müllhalte Hamburgs” versehen.

Sponsoring
Eine sehr kreative Art der Finanzierung für die Restauration einer Kirche findet sich hier auch. Das ein riesiges Werbeplakat auf der Gerüstverkleidung einen großen Teil der Kosten eines solchen Bauvorhabens trägt ist ja nicht wirklich was Besonderes. Wirklich lustig finde ich aber den dazugehörenden Spruch “Die Sanierung dieser Kirche wird ermöglicht durch Riesenposter von …”
Diverses
Hamburg hat eine große Scientology Kirche, die Straßennamen sind echt Spitze (Lange Straße, Breite Straße, ABC Straße, �), die Sprüche auf der Reeperbahn sind soundso der Hammer, im Saturn ist mir ein Typ entgegengekommen, der direkt aus einem Zirkusbuch für Kinder herausgesprungen sein könnte, Israel sammelt Spenden für den Krieg gegen die Hisbollah, die Hisbollah macht es auch, in der Einkaufsstraße schreit auf einmal irgendwer, irgendwelche Sprüche über ungerechte Behandlung der Christen durch die Juden in die Masse, vielleicht war es auch umgekehrt, so gut bin ich noch nicht in “Hamburgerisch”, Arbeitskollegen kommen um 15:00 von einem Kunden in die Firma und sagen �Moin� (übersetzt: Morgen), in der Hochbahn herrscht Alkoholverbot, dennoch haben viele ein Bier in der Hand, anständige Gewürze sind hier schwer zu finden, Balsalmico noch schwerer, Verdünnsaft hab ich noch gar nicht gefunden, …

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