Archiv für die Kategorie 'Blogs'

Abenteuerpark Planai

Nach unserem Trip nach Tokio war es an der Zeit wieder etwas bodenständiges zu machen. So sind wir nach der super Grillerei bei Hansi am Entingerhof (Danke nochmal für den super Abend) auf die Planai und haben dort dem neuen Abenteuerpark einen Besuch abgestattet.

Der Abenteuerpark bzw. Hochseilgarten wurde erst vor kurzem eröffnet und ich war schon gespannt was auf der Planai gezaubert wurde.

Der Park ist wirklich gut gelungen und der Standort gleich in der Nähe der Bergstation zieht jede Menge Leute an. Nach einer kurzen Einweisung kann man auf drei unterschiedlich schweren Parcours sein Geschick und Schwindelfreiheit auf die Probe stellen.

Highlight ist natürlich die beiden Flying Fox über die Märchenwiesen-Abfahrt mit jeweils ca. einer länge von 50m. Wobei man bei der ersten recht viel Mut mitbringen sollte und sich auf der Plattform kräftig wegstoßen sollte.

Flying Fox Planai

Etwas weniger actionreich ging es dann am Planai Rundwanderweg zu (böse Zungen nennen ihn ja auch Asthma-Steig) und danach wurden wir auf der Schladminger-Hütte mit Prolo-volkst(d)üm(m)licher Musik gequält, dafür waren die Schwammerl super.

Zum Kaffee nach Tokio

Was macht man ein Jahr nach seiner Abschlussreise, die einem nach Kuba geführt hat?

Ein mehr oder weniger Wochenend-Trip nach Tokio ist da naheliegend! ;-)
Argumente die dafür sprechen:

  • Liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Welt
  • Ist eine der größten Metropolen der Welt
  • Ist eine ganz andere Kultur
  • Ist uns (den Reisenden) völlig unbekannt
  • Muss man gesehen haben

Also schon mal genug Argumente warum der kurze Ausflug (Samstag - Dienstag) in das Land der Mangas, Tamagotchi, Sushi, usw. ein Erfolg werden muss.

Dank und mit unserer lieben Anna, die uns zu diesem Vorhaben motiviert hat, ging es am Freitag von Wien, quer über die eurasische Platte, auf die japanische Insel.

Bereits der Flug war ein Erlebnis! Bei einer Flugzeit von ca. 9h flogen wir sicher 2/3 der Zeit über russisches Gebiet, unglaublich wie riesig dieses Land ist. Dem Sonnenuntergang entgegen, führte uns die Route entlang der Küste über die sibirische Tundra und einem Meer von glänzenden und funkelnden Seen. So weit nördlich wird es übrigens in 10.000m Höhe nie dunkel, ein schönes Erlebnis!

Russische Tundra

Durch das ständige Bewundern der Landschaft und dem einen oder anderen Wein, verging die Zeit wie im Flug! (ein Burner *g*) In Tokio angekommen, ging es mit dem Bus zum Hotel. Dies bedeutete ca. 1h Fahrt durch ein Meer aus Häusern. Teilweise werden die Autobahnen in Tokio auf 4-5 Ebenen übereinander geführt. Das führt dazu, dass man vom Bus aus bei 10-stöckigen Hochhäusern auf die Dachterrasse blickt.

Vom Flug völlig erschöpft im Hotel-Zimmer angekommen, wurden wir auf unserem Zimmer im 17. Stock beim Blick aus dem Fenster erst mal ein wenig verunsichert, als sich ein leicht schwankendes Gefühl einstellte und im Hintergrund die Türe vom Kasten leicht klapperte. Anna, Ronni und ich blickten uns verdutzt an und fragten uns gegenseitig ob es hier wackelt. Ein leichtes Erdbeben hieß uns also auch willkommen.

Nach einem kurzen Nickerchen war unserer erster Sightseeing-Stop die Wiege Tokios, der Kaiserpalast bzw. der Park des Kaiserpalast. Bei gefühlten 40° schlenderten wir durch den wunderschönen Park im Herzen der Stadt, umringt von unzähligen Hochhäusern und bestaunten die historisch nicht wirklich bedeutenden Bauten. Tokio wurde immer wieder von Großbränden, Erdbeben oder im Zuge des 2. Weltkrieges schwer in Mitleidenschaft gezogen, daher musste die Stadt mehrmals neu aufgebaut werden und es gibt kaum wirklich historische Bauwerke.

Im Park des Kaiserpalast

Nach dem kurzen Abstecher in die Geschichte, ging es in das neue Herzen Tokios, die Ginza. Dort reihen sich Hochhäuser und glänzende Fassaden aneinander und kaum eine wichtige Marke der Mode und Lifestyle-Welt ist hier nicht vertreten.

Trotz der unglaublichen Betriebsamkeit und urbanen Lebensweise fiel uns sofort die Sauberkeit und Disziplin dieser Menschenmasse auf. Auf der Straße findet man kein Stück Abfall oder wird von anderen Passanten im Getümmel angerempelt. Sofort fiel auch die saubere Luft auf, obwohl im Becken von Tokio an die 40 Millionen Menschen leben, ist die Luft überhaupt nicht stickig oder voll von Abgasen, Lärm gibt es auch kaum welchen.

In Ginza

Am zweiten Tag, sind wir dann zuerst zu einer Tempelanlage im Nordosten der Stadt. Senso-ji ist ein eher traditioneller Bezirk mit einem großen Tempel, einem großen Markt (wahrscheinlich für die Touristen) und vielen kleinen Gassen mit unzähligen kleinen Lokalen mit Wachsessen in den Auslagen. In Japan haben nämlich die meisten Restaurant ihr Essen in Wachs nachgeformt, damit man bereits vorher sieht was einem erwartet. Sehr praktisch für schlecht vorbereitete Touristen ohne Sprachkenntnisse! ;-) Dazwischen gab es auch noch den einen oder anderen Spielsalon, in der ein Lärmpegel auf einem Flugzeugträger geherrscht haben muss und wo alles nur blinkte, leuchtete und schepperte.

Tempelanlage

Im Anschluss folgte das Highlight dieser Reise, zumindest aus meiner Sicht, das Elektronik-Viertel Akihabara.

Als völliges Kontrastprogram zum buddhistischen Tempel in Senso-ji, wird hier der High-Tech und dem Fortschritt gehuldigt. Ein mehrstöckiges Elektronik-Geschäft steht hier neben dem Anderen und überall sieht man Geräte, die bei uns erst in ein paar Monaten auf den Markt kommen. Ein Paradies also für einen Nerd wie mich.

Um den Abend ausklingen zu lassen sind wir nochmal durch Ginza und zum Sushi essen.

Am dritten Tag wollten wir die Stadt mal von oben sehen und sind dazu in das Finanz- und Wirtschaftsviertel der Stadt nach Shinjuku, wo der größte Bahnhof der Welt zwei Welten trennt. Im Osten die sterile und korrekte Finanzwelt, mit gewaltigen Hochhäusern und im Westen die hippe und schrille Welt der Mode und des Lifestyle.

Im sterilen Westen fuhren wir auf das Aussichtsstockwerk des Tokyo Metropolitan Government Building, dem Verwaltungssitz der Präfektur Tokio. Von dort hatten wir einen sagenhaften Blick über die Dächer der Stadt. Leider war es etwas diesig, sonst hätten wir evtl. auch den Fuji gesehen.

Blick über die Dächer Tokios

Nach dieser Aussicht haben wir die Seite gewechselt uns sind durch den Bahnhof auf die östliche Seite gegangen, aber nicht ohne vorher noch die Rache für das Elektronik-Viertel zu kassieren, Stockwerke voller Schuhe und Taschen, der Horror für jeden Mann.

Nach der besagten Tortur war ich gebrochen und wir erlebten das kulinarische Highlight der Reise. Mittagessen in einem wirklich sehr typischen und ausgezeichneten japanischen Restaurant mit vor den Augen zubereiteter Tempura (frittierte Meeresfrüchte).

Letzte Station der Besichtigungen war der Stadtteil Harajuku, dieser Stadtteil liegt in Shibuya und ist wohl einer der schrillsten Plätze in dieser Stadt. Hier gibt für junge Japanerinnen zu kaufen, um ihre Väter an den Rande des Herzinfarktes zu bringen und um in Europa jedes Kostümfest zu dominieren. Eine echt abgefahrene Welt!

Betriebsamkeit in Tokio

Tokio war also auf jeden Fall eine Reise wert und es ist unglaublich wie Facettenreich diese Stadt ist, jeder Stadtteil birgt ein neues Geheimnis und eine neue Welt. Sicherlich haben wir nur an der Oberfläche gekratzt, aber es war bereits eine unglaublich eindrucksvolle Reise!

Blumentopf und die EM

Nach langer Zeit wieder mal ein Update aus der Hauptstadt. Derzeit ist ja Wien nicht nur die Hauptstadt Österreichs, sondern auch der Fußballwelt. Ich kann es mir deshalb nicht nehmen lassen, zumindestens einen Beitrag zu diesem Thema zu schreiben, immerhin bin ich ja quasi mittendrin.

Persönlicher Höhepunkt dieser EM war natürlich das Viertelfinalspiel Italien - Spanien, bei dem wir (Hannes, Berni, Ronni und ich) wirklich mittendrin waren, mitten im Stadion nämlich. Italien und Spanien mal live zu sehen war der Hammer, auch wenn das Spiel eher eine Pattstellung zwischen diesen beiden Spitzenmannschaften war. Dafür haben wir die Karten spielzeittechnisch voll ausgereizt. Super war auch, dass das Elferschießen auf unser Tor gegangen ist und wir so freie Sicht auf das Scheitern der Azzuri hatten.

Danke nochmal an Hannes, dass er uns mitgenommen hat und die zugelosten Karten nicht wie jeder andere über ebay verkauft hat und sich für das verdiente Geld einen LCD-Fernseher gekauft hat. (Den hat er zum Glück schon ;-))

Natürlich haben wir auch diverse Public Viewing Plätze in Wien aufgesucht (Flex, Schleifmühlgasse, Hanappi, Fanzone am Ring).

Natürlich macht die EM auch nicht vor der Web 2.0-Welt halt. So habe ich heute bei A-Blogger Robert etwas entdeckt, was unseren Thomas freuen wird: Blumentopf-Spielberichte.

Lange her, dass ich Blumentopf das letzte mal gehört habe, gut sind sie auf jeden Fall noch immer!


Blumentopf - EM 2008 Deutschland gegen die Türkei - MyVideo

Drei Tage Urlaub - Schladming, Mayrhofen, Klagenfurt und Autobahn

Um diesen Winter noch zu etwas Schnee zu kommen habe ich mir ein paar Tage Urlaub gegönnt und die Tage auch anständig genutzt.
Nach dem Anmelden meines neuen Autos am Dienstag hab ich die erste richtige Testfahrt gleich nach Schladming gemacht und bin am Abend noch auf die Hochwurzenalm um gemütlich ein Bier zu trinken und meinem alten Chef Gottlieb einen Besuch abzustatten.

Mittwoch und Donnerstag standen ein paar Stunden Skifahren auf der Hochwurzen und der Reiteralm auf dem Programm und einige kleinere Erledigungen, die sich über die Wochen so zusammengesammelt haben.

Am Donnerstag-Abend habe ich einen riesen Schandfleck ausgemerzt, den ich nur schwer verkraftet hätte und hab Christine in Mayrhofen im Zillertal besucht. Dort hab ich zuerst mal nicht schlecht gestaunt in welcher Burg von einem Hotel sie dort arbeitet (super gegessen hab ich dort auch) und dann haben wir uns noch ein wenig das Nachtleben angesehen. Am Freitag musste ich mir dann natürlich mal das Skigebiet etwas genauer ansehen.

Am Sessellift in Mayrhofen

Obwohl das Wetter nicht wirklich gut war und auch der Schnee nicht mehr wirklich perfekt war, war es doch ein schöner Vormittag und das Gebiet ist wirklich super. Spektakulär sind die Penken- und die Ahornbahn. vor allem die Penkenbahn ist nichts für Leute mit Höhenangst, der Blick auf Mayrhofen jedoch super.

Mayrhofen

Nach einem gemeinsamen Mittagessen hab ich mich wieder auf den Heimweg gemacht um am Abend wieder mal mit Alex, Bernd, Daniel, Philipp und Simon zu pokern. Diesmal hab ich sogar ein wenig gewonnen. ;-)

Am Samstag stand dann eine Skitour am Programm. Wegen eines blöden Missgeschicks konnte Hansi, obwohl er schon den Mühsamen Weg aus dem Bett geschafft und schon mit uns im Lungau war, nicht mit uns mitgehen und so sind mein Dad und ich alleine vom Lungau durch das Weisspriachtal auf den Giglach gegangen.

Das traumhafte Wetter und die schöne Gegend hat uns darüber wegsehen lassen, dass uns beim Aufstieg der Schweiß senkrecht aus den Poren gekommen ist und wir etwas geschafft am Giglach angekommen sind. Dort hatten wir das Glück, dass Onkel Franz, mit der Christophorus 14-Besatzung einen Ausflug auf seine Hütte gemacht hatte und wir dadurch mit einer guten Suppe, seinem “Miasl” und Tee versorgt wurden. Im Sommer kann man seine Künste auf der Preintalerhütte bestaunen.

Sogenannter “Eisenbahnerfirn” (Bruchharsch) machte die Abfahrt etwas mühsam, aber im Tauerngold erwartete uns bereits Ingrid und sie hat uns zuhause auch wieder köstlich versorgt und aufgepeppelt.

Am Abend ging es dann mit Daniel nach Schladming und dann noch kurz zum Seppn-Fest.

Als Abschluss des Urlaub hab ich dann noch Ronni am Wörthersee besucht und einen schönen Nachmittag mit ihr verbracht, bevor es wieder zurück nach Wien ging.

Resümee nach dem Urlaub: Christine endlich besucht, eine Skitour mit meinem Dad gemacht, Wörthersee gesehen, 3 Tage Skifahren, fast alle meine Freunde und einige Verwandte getroffen, ein paar Sachen erledigt, ca. 1200 gefahrene Kilometer und sieben von neun österreichischen Bundesländern durchfahren

Ein Schneehase in Rohrmoos

Samstag sind Ronni und ich von Wien nach Schladming gefahren und dort hat uns auch gleich strahlend blaues Wetter empfangen. Das mussten wir natürlich nutzen und sind sofort auf die Hochwurzen gefahren und den Winterwanderweg wieder herunter gegangen.

Dabei hat sich herausgestellt das Ronni offensichtlich noch nicht sehr oft eine derart hohe Ansammlung des wunderbaren weißen Elements, das derzeit bei uns überall herumliegt, gesehen hat. Auf jeden Fall hat sie sich total darüber gefreut und ich mich, dass sie sich so freut. Das strahlende Wetter hat sein übriges dazu beigetragen und so konnte ich ihr meine Heimat unter guten Voraussetzung präsentieren.

Am Sonntag folgte noch eine kurze Rodelpartie, die auch sehr Lustiges erwarten läßt. Ich freu mich schon auf einen etwas längeren gemeinsamen Aufenthalt und die Gelegenheit ihr Ski- oder Snowboard-fahren beizubringen! ;-)